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Rundschaubericht vom Freitag, 19.06.2009t


das Beste was man tun kann... - Kenner am Werk:
Die Gaildorfer Kulturschmiede bereitet ihr 21. Bluesfest

 
Ein Depp versaut ihr nicht den Tag: Die in Kanada lebende Bluessängerin Shakura SAida wird am Freitag, 3. Juli, beim 21. Bluesfest zu hören sein. Foto: PrivatDie Fans dürften langsam hibbelig werden. Am 3. und 4. Juli, steigt das 21. Gaildorfer Bluesfest, und wer die Arbeit der Kulturschmiede in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß, welche Qualitäten zu erwarten sind.
 
Die gern gestellte Frage, was Blues nun eigentlich sei, beantwortet für das diesjährige Gaildorfer Bluesfest Shakura SAida: Morgens um drei verlässt sie der Liebste - um vier hat sie einen Neuen. "One monkey dont stop the show", heißt das Lied der in Kanada lebenden Bluessängerin, zu deutsch ungefähr: "Ein Depp versaut mir nicht den Spaß". Shakuras Blues handelt von Haltung, vom Überleben - dem Besten, was man tun kann.

Shakura singt auch den Blues der Kulturschmiede, die in Gaildorf seit 1978 Bluesfeste organisiert. Denn alle zwei Jahre, wenn der letzte Ton erklungen ist, wenn die Massen abgezogen und die Zelte wieder abgebaut sind, zeigt die Truppe um Werner Eichele Haltung, zieht los und sucht nach Neuem. Es ist das Beste, was sie tun kann.

Der Eigensinn, den der Verein dabei an den Tag legt, ist bemerkenswert. Bisher ist wohl noch niemand so richtig dahinter gekommen, nach welchen Kriterien die Programme zusammen gestellt werden - die enthusiastischen Vorschläge und Wünsche der Fans jedenfalls, die sich nach jedem Bluesfest im Gästebuch auf der Homepage der Kulturschmiede sammeln, werden konsequent ignoriert.

Sicher: In 31 Jahren entstehen Kontakte, nach denen sich andere die Finger lecken, und manchmal gönnt man sich auch was Besonderes - den Auftritt der "Fabulous Thunderbirds" zum 20. Jubiläum.

Darüber hinaus aber bleibt nur, anzuerkennen, dass die Kulturschmiede im Lauf der Jahre eine Kennerschaft entwickelt hat, die Fehlfänge im großen Pool der Angebote nahezu unmöglich macht. Denn die zweitägigen Bluesfeste auf der Kocherwiese funktionieren. Immer - und auch wenn die "Bluespolizei" die Nase rümpft, weil mal wieder eine Soul- oder Jazznummer eingeschmuggelt wurde.

Vielleicht wird das auch nächste Woche, beim 21. Bluesfest wieder passieren, denn nach dem Britblueser Matt Schofield und der Sängerin Shakura S"Aida verrücken sich am Bluesfestfreitag die Akzente: Der mächtige Gitarrist Michael Burks streunt konzeptionell schon hörbar in Richtung Rock und Soul, und die "Severn Soul & Blues Revue", die den Abend beschließt, scheint auch ganz gerne rumzuschmusen.

Der Samstag hingegen wird Kenner mit der Zunge schnalzen lassen: Mit "Dwayne Dopsie" kommt ein Vertreter des Zydeco, des sehr eigenständigen Bluesverwandten aus Louisiana, gefolgt von dem in Deutschland nur selten zu hörenden Coco Montoya. Im Zentrum aber steht "Chicago Blues - A Living History", eine Allstar-Band, die zahlreiche Klassiker aus der Welthauptstadt des Blues im Gepäck hat. Billy Branch, Lurrie Bell, John Primer, Billy Boy Arnold, Matthew Skoller zeigen, wies war, wies ist, wies sein wird. Und wies geht.

Bernard Allison, der mit seiner Band den Abend beschließt, wird sich Mühe geben müssen. Es ist das Beste, was er tun kann.

Karten fürs Bluesfest

Die drei Kreiszeitungen verlosen zehn Tageskarten fürs 21. Gaildorfer Bluesfest. Wer gewinnen möchte, schreibt unter dem Stichwort "Bluesfest" eine Mail an "Rundschau.Redaktion@swp.de" oder schickt ein Fax: (07971) 958823. Einsendeschluss ist Sonntag, 28. Juni.

 

 

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