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"Meet Mud Morganfield": Der Bluesmusiker wird sich im Rahmen von "Blues@School" mit Gaildorfer Schülerinnen und Schülern treffen

Bericht: Gaildorfer Rundschau vom 25.6.2015, Richard Färber

Musiker vom Bluesfest kommen zu Gaildorfer Schülern

Zeit wird's ja: Seit 1979 gibt's das Bluesfest in Gaildorf, in diesem Jahr nun wird man erstmals diesen exklusiven Zugang zu herausragenden Musikern nutzen, um den Blues in die Schule zu tragen.

"Living history" war ein Bluesfest-Konzert im Jahr 2009 überschrieben, bei dem einige mehr oder weniger betagte und sehr entspannte Herren aus Chicago zeigten, dass durchaus noch Leben im gerne mal totgesagten Genre steckt.

Man braucht solche "handgemachten" Erinnerungen manchmal, damit man nicht vergisst, wo sie wurzeln, die heutigen Rocker und Rapper. Die Blues-Foundation in Memphis in den USA, die sich um die Förderung und Erhaltung des Blues kümmert, hat deshalb schon vor Jahren ein Programm ins Leben gerufen, das Bluesmusiker und Schüler in Kontakt bringt.

Seit einigen Jahren wird Blues@School auch in Europa angewandt, in Deutschland vor allem im Großraum Hamburg. Man wolle den jungen Leuten klarmachen, dass der Blues eine moderne Musik sei, sagt Helge Nickel vom "Baltic Blues e.V." in Eutin, "so modern, dass er sich in allen aktuellen Musikrichtungen wiederfindet". Der Verein schickt bereits seit 2008 die Blueser in die Schule und hat damit mittlerweile mehr als 5000 Kinder und Jugendliche erreicht.

In Schweden ist Blues@School offenkundig bereits Standard und bringt die gewohnten Tagesabläufe tourender Musiker durcheinander: Jeden Morgen habe er in einer Schule spielen müssen, berichtet der Pianist Georg Schroeter. Ganz so schlimm fand er dann aber doch nicht, dass er nicht ausschlafen konnte. Es sei gut und richtig, den jungen Leuten Zusammenhänge nahezubringen, ihnen etwas vorzuspielen und sie gegebenenfalls selbst zum Spielen zu bringen.

In Gaildorf wird "Blues@School" in diesem Bluesfest-Jahr zum ersten Mal durchgeführt. Die neunten Klassen der Schloss-Realschule und des Schenk-von-Limpurg-Gymnasiums sowie die neunten und zehnten Klassen der Werkrealschule werden am Bluesfest-Freitag auf keinen Geringeren als Mud Morganfield mit seiner Band treffen.

Wenn es so etwas wie ein Blues-Gen gibt, dann trägt es Morganfield in sich: der 61-Jährige ist der älteste Sohn von Muddy Waters, dem Schöpfer des Chicago Electric Blues. Aufgewachsen in den "mean streets" von Chicago begann Morganfield nach dem Tod seines Vaters den Blues zu singen. Sein Album "For Pops" wurde im Mai 2015 von der Blues-Foundation in der Kategorie "Traditional Blues" mit einem Blues Music Award ausgezeichnet. Nebenbei: Auf dem Album wirkt als Co-Star der Harpspieler Kim Wilson von den Fabulous Thunderbirds mit, die das Bluesfest im Jahr 2007 beehrt haben.

Info: Der Baltic Blues e.V. informiert auf www.bluesfest-eutin.de über Blues@School. Dort finden sich auch Erfahrungsberichte sowie ein Video mit O-Tönen von Helge Nickel und Georg Schroeter.

Text zum Foto: "Meet Mud Morganfield": Der Bluesmusiker wird sich im Rahmen von "Blues@School" mit Gaildorfer Schülerinnen und Schülern treffen.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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