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Programmübersicht 1991Rückblick 1991

 

12. BLUESFEST 1991 - RÜCKBLICK

 


Splitter vom 12. Gaildorfer Bluesfest 1991
Text: Klaus Michael Oßwald - Rundschau, Klaus Dose - Schwäbische Post.
Das größte? Das beste? Tut nichts zur Sache, ein kulturelles Spitzenereignis war das 12. Gaildorfer Bluesfest allemal: Aus allen Himmelsrichtungen strömten Fans und Freaks aller Altersstufen auf die Gaildorfer Kocherwiese, um sich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen zu lassen. Erneut hatte die Kulturschmiede – nach der selbstverordneten schöpferischen Pause im vergangenen Jahr - ein hochkarätiges Programm zusammengestellt, das die an beiden Tagen etwa 6000 Besucher mit Begeisterung verfolgten. Das zweitägige Musikspektakel war aber mehr als ein bloßes Konzertfestival - mindestens ein Grundkurs in der Geschichte des Blues!

 
           
 
John Hammond

Den Festivalreigen eröffnete John Hammond mit Country-Blues.
Als „Anheizer“ gerade der
richtige Mann mit seinem treibenden und zugleich gefühlvollen
Gitarre- und Mundharmonikaspiel. Erstaunlich, welches
Musikvolumen er produzierte.

John Hammond - guitar, harp, vocals
 

John Hammond John Hammond

 

 

 

 




   
             
  Melvin
Taylor (l)
Willie
Love (r)
  Melvin Taylor (l) - Willie Love (r)  
Melvin Taylor &
The Slack Band

Mit Chicago-Blues heizte die
Band noch einmal so richtig
an. Ausgestattet mit einer
rauhen Stimme begeisterte
Melvin Taylor sein Publikum.
Drummer Curtis Labon und
Bassist Willie Love lieferten
als Rhythmusgruppe
den mitreissenden Drive.

Melvin Taylor - guitar, vocals
Curtis Labon - drums
Willie Love - bass
 
             
 

Joanna Connor feat.
Luther Allison


Die erste Bluesfrau des Festivals trieb die Stimmung im Zelt fast zum Siedepunkt: Joanna Connor und ihre Band. Die Spitzenmusikerin versetzte mit ihrem Spiel auf der schwierigen Gibson nicht nur das Gitarre spielende Publikum in Erstaunen, hauptsächliche bei „Texas“. Als Joanna mit ihrer voluminösen Stimme loslegte, entfaltete sie und die Band einen Bluessturm, der die Zuschauer auf die Bänke trieb. Höhepunkt und Abschluss des ersten Tages war der Auftritt des Gitarristen und Sängers Luther Allison, eine Schlüsselfigur des modernen Blues, der selbst in konservativsten Kreisen respektvoll als „Legende“ bezeichnet wird.


Joanna Connor- guitar, vocals
Anthony Palmer - guitar
B. J. Jones- drums
Stan Mixon - bass
Luther Allison - guitar, vocals

 

 

 

Luther Allison
verstarb am 12.08.1997

 
Joanna Connor Band (o) - Joanna Connor (u) Luther Allison
 

Joanna Connor
Band (o)
Joanna Connor (u)

 


 

 

 

Luther
Allison

 
             
 
Tom Ball &
Kenny Sultan
  Tom Ball & Kenny Sultan  
Tom Ball & Kenny Sultan

Mit Gitarren- und Harmonikablues, Rags und Good Time Music wurde das Programm am Samstag mit dem Duo Tom Ball & Kenny Sultan fortgesetzt, zwei echten Bluesbarden. Dem legendären Duo Sonny Terry und Brownie McGhee gleich, begeisterten sie das Publikum. War da nicht Ur-Vater Muddy Waters herauszuhören?
Der eher ruhig gehaltene Auftakt passte hervorragend zum heißen Wetter

Tom Ball -
vocals, harp
Kenny Sultan - guitar, vocals

 
Big Town Playboys

Als erste Band des Samstagabends machten sich die Big Town Playboys auf, um sich und die Fans aufs Gehörigste (körperlich) zu schlauchen. Die Paradiesvögel mit Elvistolle und Krawatte sollen Blues spielen (können)? Und ob sie das taten. Man könnte sie natürlich als Rockband bezeichnen, als Rhythm’n’Blues Band – dann werden ihre Wurzeln deutlich. Man fühlte sich in die schnellen 50er Jahre versetzt, als die beiden Saxophonisten, der Pianospieler, der Gitarrist, der Mann am Kontrobass und der Schlagzeuger fetzigen Boogie und Rock servierten. Zunächst so seriös, dass es schon wieder unseriös wirkte. Vor der Bühne stand kaum jemand still. Mike Sanchez entpuppte sich mehr und mehr als Hexenmeister am Piano, rackerte und schuftete, schwitzte wie der sprichwörtliche Magister, zog sämtliche – sämtliche! – Register seines virtuosen Könnens, einer gut geölten Maschine gleich, und doch eckig und kantig.

Mike Sanchez - vocals, piano
Ian Jennings - bass
Andy Silvester - guitar
Paul Clarke - bsax, altosax
Alan Nicholls - tenorsax
Clive Deamer - drums

Mike Sanchez (o und m) - Andy Silvester, Ian Jennings (u)

Mike Sanchez

 

 

 

 

 

 

Andy Silvester,
Ian Jennings

 

 

Sam Myers (o),
Matt McCabe und Anson
Funderburgh (m)
Anson
Funderburgh (u)

 

Sam Myers
verstarb am 17.07.2006

Sam Myers (o) - Matt McCabe, Anson Funderburg (m) - Anson Funderburgh (u)
 Anson Funderburgh &
the Rockets feat. Sam Myers

Geboten wurde feinster Chicago-Blues mit Sam Myers, einem der bedeutendsten Harpspieler (überhaupt!). Aus Mississippi stammend, spielte er bereits in der Band des grandiosen Elmore James , ehe er seit Mitte der 80er Jahre mit Anson Funderburgh erfolgreich zusammenarbeitet. Musik zum Relaxen vor dem nächsten Hammer, diesmal aus Italien.

Anson Funderburgh - guitar
Matt McCabe - piano
Mike Judge - bass
Danny Cochran - drums
Sam Myers - vocals, harp

 
 
       
 
Rudi Rotta Band feat.
Karen Carroll


Nein, nicht „o sole mio“, sondern Rudy Rotta, leibhaftig mit seiner Band. Er spielte den vielleicht härtesten Blues des 12. Gaildorfer Bluesfestes. Selbst seine Balladen wurden von einem harten Rhythmus durch das nächtliche Gaildorf geschleudert. Welch explosive Mischung schließlich, wenn man eine schwarze Sängerin namens Karen Carroll mit ihrer mächtigen Stimme neben Rotta stellt! Kein Experiment, sondern Tatsache. Der Blues fand wieder zu seinem Ursprung. Worksongs, Gospel – auf den Baumwollfeldern im amerikanischen Süden. Ein grandioses Bluesfest-Finale!
  Rudy Rotta (o und m) - Karen Caroll (u)

  Rudy Rotta

 

 

 

  Rudy Rotta

 

 

 

  Karen Caroll

 
         
 
Das begeisterte Publikum beim 12. Gaildorfer Bluesfest
 

Könnte man das 12. Gaildorfer Bluesfest besser unterstreichen als mit der hundertfachen Beteiligung der begeisterten Zuhörer – The Blues is all night“? Nie und nimmer. Besser geht’s nicht.

 
 

 

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