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CLARENCE 'GATEMOUTH' BROWN WITH GATE'S EXPRESS
SA. 03.07.1999, 23.30 Clarence 'Gatemouth' Brown

Gatemouth Brown - guitar, fiddle
Harold Floyd - bass
Joe Krown - keyboards, piano
David Peters - drums
Eric Demmer - saxophone
Barney Floyd - trumpet



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Mit der Geige fing es an
Clarence Gatemouth Brown kam am 18. April 1924 in Vinton, Louisiana, zur Welt. Kurz nach seiner Geburt zog seine Familie jedoch nach Orange, Texas. Sein Vater, Clarence Senior, arbeitete als Ingenieur für die Southern Pacific Eisenbahn, an Wochenenden jedoch als Musiker, der die Gitarre, das Banjo, die Mandoline und die Fiddle gleichermaßen beherrschte.
Clarence Senior spielte in einer String-Band auf Partys und Picknicks, jedoch nicht nur den Blues, sondern auch weiße Country Musik und "französische" Musik. Clarence Junior wuchs somit in einem Haus auf, wo Musik und musikalische Vielfältigkeit zum täglichen Leben gehörte.

Mit zehn Jahren lernte Clarence Geige spielen, doch später sollte er sich auch erfolgreich am Schlagzeug und an der Gitarre versuchen - Instrumente, die seine beiden Brüder Bobby und James spielten.

Big Band-Fan
Eine typische Angewohnheit der ganzen Brown-Familie war ein breites Grinsen. Während sein Bruder James deshalb den Spitznamen "Widemouth" Brown bekam, hatte Clarence bald seinen "Gatemouth" weg, unter dem er später auch in Blueskreisen bekannt werden sollte.
Gatemouth fügte seiner Instrumentenpalette noch die Mundharmonika und die Mandoline hinzu und suchte sich seine Inspiration in der Country Musik, die er lange vor dem Blues entdeckt hatte. Dann erregten Big Bands, wie die von Count Basie, Lionel Hampton und Woodie Herman sein großes Interesse.

Seine Karriere begann als Schlagzeuger in einer lokalen Band, den Gay Swingsters. Mit 16 schloss er sich einer herumreisenden Truppe an, die allerdings nicht weiter als bis Norfolk, Virginia kam. 1941 wurde er zur Armee eingezogen, die er aber nach 5 Monaten schon wieder verließ. Er ließ sich in San Antonio nieder und wurde der "Singende Schlagzeuger" in Hoyt Hughes Orchester, das sich aus 23 Musikern zusammensetzte und im Keyhole Club auftrat.

Die Gitarre brachte den Durchbruch
Schon damals liebäugelte er jedoch bereits mit der Gitarre, da er in diesem Instrument das geeignetste Mittel für seine Extrovertiertheit sah. Der große Durchbruch kam für ihn dann im Jahr 1947 im legendären Bronze Peacock Nachtclub in Houston, wo der damals heißeste Bluesman, T-Bone Walker, auftrat, der allerdings von einem Magengeschwür geplagt wurde. Als Walker vor lauter Schmerzen nicht mehr weiterspielen konnte, verschaffte sich Gatemouth kurzerhand Zugang zur Bühne, schnappte sich Walker´s Gitarre und reimte sich einen "Gatemouth Boogie" zusammen, eine Situation, die allgemein als Browns Debut betrachtet wird. Bald darauf sollten ein Aufnahmevertrag und eine landesweite Tournee folgen.

Von 1949 bis Anfang der sechziger Jahre arbeitete Brown dann mit Peacock Records zusammen, dem Label, das extra gegründet wurde, um ihn zu promoten. Aus dieser Periode stammen viele Klassiker des Texas Rhythm ´n´ Blues. Während der 50er Jahre bemühte sich Gatemouth ständig, seinen Stil über das zwölftaktige Bluesschema hinaus zu erweitern. Auf Instrumentals, wie dem klassischen "Okie Dokie Stomp" spielt er rasante einzelne Noten, die auf Jazztrompete und -saxophon basieren, und zieht immer häufiger seine Geige hinzu.

In den 60er und 70er Jahren kultivierte Brown seine Cajun und Country-Musik und brachte einige interessante LPs, u.a. ein Album mit dem bekannten Nashville-Veteranen Roy Clark, heraus.

Grammy für das beste Blues-Album
Seine 1982 erschienene erste LP für Rounder Records "Alright Again!" brachte Brown einen Grammy für das beste Blues-Album ein.

Als er 1994 seinen 70. Geburtstag feierte, hatte sich Gatemouth Brown in New Orleans niedergelassen, wo er jedoch in keinster Weise "festsitzt". Er tritt nach wie vor auf, wann und wo immer er gefragt ist, und macht weiterhin kreative Musik. 1995 und 1996 erschienen von ihm die beiden Grammy-nominierten Alben "The Man" und "Long Way Home". Brown wollte sich damit aber immer noch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und produzierte im selben Jahr (1996) noch ein vielbeachtetes Big-Band-Album beim Verve-Label unter dem Namen "Gate Swings".

Am 18. April feiert Clarence seinen 75. Geburtstag. An dieser Stelle gratulieren wir ihm hierzu recht herzlich. "Congratulations Clarence! We´re looking forward to your appearance at the Gaildorf Blues Festival in July!"

Im September 2004 wurde bei Brown Lungenkrebs diagnostiziert. Brown, der zuletzt in New Orleans gelebt hatte, verließ die Stadt im September 2005 vor dem nahenden Hurricane Katrina und verstarb am 10.09.2005 in seinem texanischen Heimatort Orange.

 

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