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LUCKY
PETERSON
FR.
02.07.1999, 22.30 
Lucky
Peterson - lead vocal, guitar, organ
Bill Eden - tenor saxophone
Rico Mc Farland - rhythm guitar
William Harris - bass
Jim Exum - trombone
Boney Fields - trumpet
Jason Thomas - drums
Hier
entlang zur Heimatseite der Band.. 
Mal
gerade knapp Mitte 30, ist Lucky Peterson seit fast drei Jahrzehnten Bühnenprofi.
Als er im zarten Alter von sechs Jahren die erste Platte aufnahm, mit
einer Cover-Version des James-Brown-Hits l-2-3-4" als Single-Auskopplung,
hatten nicht allein seine Onkels und Tanten ihre helle Freude, sondern
auch die Mütter der Nation. Produziert von der Chicagoer Blueslegende
Willie Dixon, wurde die Single auf einen Schlag ein Radioerfolg und für
Klein-Lucky die Eintrittskarte zu Live-Auftritten in der Ed Sullivan
Show", der Tonight Show" und wie sie alle heißen.
Für ein paar Monate konnte das Land nicht genug bekommen von dem
süßen Kleinen mit dem verblüffenden Talent. Da hatte der
Dreikäsehoch schon sein halbes Leben lang Schlagzeug gespielt, wußte
auf der Hammond B-3 den rechten Ton zu treffen und krähte den Blues
in jedes Mikro, an das er heranreichen konnte.
Denn der Blues war Judge Kenneth Peterson in die sprichwörtliche
Wiege gelegt worden. Die stand in Buffalo, NY, wo sein Vater, James Peterson,
selbst ein Bluesmann, den Live-Club Governor's Inn" besaß.
So gut wie alle Bluesgrößen spielten dort: Jimmy Reed, John
Lee Hooker, Muddy Waters, Buddy Guy, Junior Wells ... - von Kindesbeinen
an konnte Lucky sie auf und hinter der Bühne erleben. Am meisten
faszinierte ihn Bill Doggett mit seiner wuchtigen Hammond-Orgel. Der nahm
ihn beim Spielen schon mal auf den Schoß, und bald war Lucky gut
genug, nicht nur in der Band seines Vaters einzusteigen, sondern Stars
wie Lightnin' Hopkins, Koko Taylor und Jimmy Reed zu begleiten. Nebenher
lernte er noch Gitarre, Piano und Baß. Mit fünf Jahren arbeitete
er professionell mit Gospelgruppen, und als ihn dann Willie Dixon unter
seine Fittiche nahm, war Little Luckys Aufstieg kaum mehr zu bremsen.
Als Teenie wurde Peterson Bandleader bei Little Milton, anschließend
ging er zu Bobby Blue" Bland und blieb drei Jahre lang in dessen
Band.
Seit 1988 konzentriert er sich auf seine Solokarriere und kann mittlerweile
ein halbes Dutzend eigener Alben vorzeigen - von den zahllosen Scheiben
anderer Blueskünstler, an denen er zumeist als Organist mitwirkte,
ganz zu schweigen. Lucky Strikes!" und Triple Play",
seine beiden Veröffentlichungen für Alligator, gelten heute
als Klassiker des zeitgemäßen Blues.
Unter dem programmatischen Titel I'm Ready" gab er 1992 seinen
Einstand bei Verve und zeigte mit seinem Rock- und Soul-angereicherten
Bluesgebräu, daß er in der Tat bereit" war - für
eine Weltkarriere. Klar, Luckys Wiege steht fest in Blues und Gospel,
doch seine Paten heißen James Brown und Jimi Hendrix. Den Blues
spielt er hart und funky, an der Gitarre rockt er, an der Orgel swingt
er wie sein Lehrer, und niemand sollte sich wundern, wenn Lucky auch mal
einen Reggae-Rhythmus vorgibt oder eine Nummer von Earth, Wind & Fire,
Sting oder Prince ins Programm mischt. Denn für Lucky Peterson ist
der Blues kein starres Genre, sondern immer in Bewegung. Und so hat er
für sein aktuelles Verve-Album wieder einen passenden Titel gefunden:
Move". Das gilt für den Mann wie für seine Musik.
Aktuelle
CD : MOVE (Verve / Gitanes)
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