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Der
erste Tag des 18. Gaildorfer Bluesfests beginnt mit Bo Weavil.
Das Duo aus Frankreich ist seit zehn Jahren in ganz Europa unterwegs
und konzentriert sich auf den archaischen Blues des Mississippi-Deltas.
Mit dem Gesang und der Gitarre und Mundharmonika von Boogie Matt
sowie der rhythmischen Begleitung von Sleepy Vince (Bass, Schlagzeug)
lassen sie die Straßenmusik des Maxwell Street Market in Chicago,
wo in 50er Jahren die Arbeitsemigranten aus dem tiefen Süden
der USA musizierten, wieder zum Leben erwachen.
Die
zunächst eingeplante Clarence Spady
Band sagte ihren Auftritt ab. Als kurzfristiger Ersatz
konnte die Sherman Robertson Band
verpflichtet werden. Robertson
stammt aus Breaux Bridge, Louisiana und wurde maßgeblich von
zwei großen Bluesgitarristen beeinflusst: Freddie King und
Albert Collins.
Magic
Slim ist einer der letzten
Vertreter des rauen urwüchsigen Chicago-Blues. Sein Stil ist
schnörkellos und rau, mit giftigen Spitzen. Unterstützt
von seiner langjährigen Band, The
Teardrops, präsentiert er als besonderen Gaststar
die Sängerin Big Time Sarah,
eine der führenden Blues Ladies in Chicago.
Larry
Garner stammt aus Baton Rouge, Louisiana und gehört
zu den Modernisierern des Blues. Ohne dessen ursprüngliche
Kraft zu verleugnen, integriert er Soul-, Funk- und Popelemente
in seinen Stil. Seit er 1988 den B.B. King "Lucille" Award
für seinen "Doghouse Blues" gewann, zählt er
zu den Top-Songwritern in der heutigen Bluesszene.
Auch am Samstag dürfen europäische Bluesmusiker den Abend
eröffnen. Die sechsköpfige dänische Mike
Andersen Band spielt einen Mix aus Memphis Soul und klassischem
50er Jahre Rhythm'n'Blues. Die fetten Bläsersätze bilden
die ideale Ergänzung zu Mike Andersens Stimme und seinem von
B.B. King und Johnny "Guitar" Watson beeinflussten Gitarrenstil.
Kenny
Neal begeisterte bereits beim vorletzten Bluesfest das
Publikum mit seinem kraftvollen Gitarrenspiel und seiner Bühnenpräsenz.
Als speziellen Gast hat er diesmal den Mundharmonika-Virtuosen Billy
Branch mit dabei, der regelmäßigen Bluesfest-Besuchern
ebenfalls kein Unbekannter ist.
Duke
Robillard ist begehrter Studio- und Sessiongitarrist
und zählt sicherlich zu den handwerklich versiertesten Gitarristen
des Genres. Sein Stil umfasst ebenso Ausflüge in Jazz, Rock
und Funk wie 50er-Chicago-Blues oder einfühlsamen Slow Blues.
In den Jahren 2000 und 2001 gewann er den begehrten W.C. Handy Award
als "Best Blues Guitarist".
Carl
Weathersby kommt aus Chicago nach Gaildorf. Geboren wurde
der Gitarrist und Sänger 1953 in Jackson, Mississippi. In den
frühen 60ern zog seine Familie in die "windy city".
Als Rhythmusgitarrist der Altmeister Albert King und Little Milton
verdiente sich Weathersby Ende der 70er seine Sporen. Sein Blues
ist geprägt von starken Einflüssen aus Soul, Funk und
Rhythm'n'Blues.
Pressebericht
von Uwe Hopf vom 02.07.2003 aus:
Stuttgarter Zeitung
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