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Am
Tag danach gibts Lob von allen Seiten 18. Gaildorfer Bluesfest
Veranstaltungen
wie das Bluesfest, das die Einwohnerzahl Gaildorfs alle zwei Jahr
vorübergehend um gut ein Drittel steigen lässt, sind je
eigentlich eine Keimzelle für Lärm- und andere Beschwerden.
Aber denkste: Bei der Polizeidirektion in Schwäbisch Hall sind,
abgesehen von einigen Sachbeschädigungen, die nicht ursächlich
mit dem Bluesfest zusammenhängen müssen, keine nennenswerten
Vorkommnisse dokumentiert. Auch von Lärmbeschwerden weiß
man nichts und das ist außerordentlich bemerkenswert, schließlich
wurde am Sonntag gejammt und gefeiert, bis der Morgen graute.
Zugereiste
Bluesfestbesucher wussten, worauf sie sich einließen und haben
entweder gar nicht geschlafen oder sich dort, wos genehm war, aufs
Ohr gehaut. Aus berufener Quelle war zu erfahren, dass sich unter
den vielen Autos der Gäste auch ein umgebauter Leichenwagen
befand. "Ich glaub, da haben auch zwei drin gepennt",
berichtet unser Gewährsmann.
Die
Prominenz hat sich rar gemacht, beim diesjährigen Bluesfest.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll auch der Grünen-Politiker
Rezzo Schlauch wieder gesichtet worden sein. Der Gaildorfer Bürgermeister
Ralf Eggert war am Samstagabend halb inkognito da, ist durchs Gelände
geschlendert und hat die Stimmung aufgenommen. Nur kurz allerdings,
weil noch ein privater Termin wartete und Eggert an den letzten
Wochenenden so gut wie nie zu Hause war. Gefallen hats ihm ausgesprochen
gut und außerdem - "das nächste Bluesfest kommt
bestimmt."
Überhaupt,
so Eggert, sollte es solche Veranstaltungen häufiger geben.
Gerne auch in Kombination. Die Stadt sei bunt und schön belebt
gewesen, und auch im Schlosspark seien alle Generationen vertreten
gewesen. Dass das Bluesfest so ruhig und friedlich abgelaufen ist,
hat ihn nachhaltig beeindruckt; dass der Schlosspark bereits am
Sonntag wieder aussah, als wäre keine tausendköpfige Meute
darübergetrampelt, sei erstaunlich - dafür ein dickes
Lob an die Kulturschmiede mit ihren zahlreichen Helferinnen und
Helfern. Die Macher nehmens mit dem stolzen Selbstbewusstsein derer
entgegen, die wissen, was sie geleistet haben: "Wir waren auch
toll", sagt Carola Kronmüller von der Kulturschmiede.
Eggerts Kompliment wird übrigens von berufener Seite unterstützt:
Wolfgang Dieterich, Hausmeister in der Schloss-Realschule und im
Rathaus, hat seiner Begeisterung in einem Leserbrief Luft gemacht:
das Bluesfest war "perfekt organisiert!"
Pressebericht
vom 08.07.2003 aus:
Rundschau für den Schwäbischen Wald - Der Kocherbote
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