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Presse-Rückblick 07, 08.07.03

FESTIVAL / 6000 feiern beim Gaildorfer Bluesfest
Chicago liegt am Kocher

 
 

Das größte Bluesfestival Deutschlands hat seinen legendären Ruf gefestigt: Rund 6000 Leute feierten zwei Tage lang auf der Kocherwiese das 18. Gaildorfer Bluesfest.

Es ist schon fast halb drei Uhr morgens, als das 18. Gaildorfer Bluesfest mit einem fulminanten Finale zeigt, warum es das beste seiner Art im Lande ist: Tausende begeisterter Fans tanzen auf den Tischen, während sich auf der Bühne noch einmal die Koryphäen des zweitägigen Festivals wilde Duelle liefern - eine Jam-Session, die sich gewaschen hat.

Wer eine gute Party gesucht hatte und exzellente Musiker hören wollte, der war bei den Veranstaltern von der Kulturschmiede auch im 25. Bluesfest-Jahr wieder genau richtig. Wer aber erwartet hatte, dass von der Kocherwiese neue Impulse ausgehen, der wurde enttäuscht: Chicago-Blues in allen Variationen, sieben von acht Bands hatten sich dieser populären und tanzbaren Stilrichtung verschrieben. Doch Grenzen zu Funk und Soul wurden immer wieder übersprungen, vor allem der Auftakt mit Larry Garner ließ aufhorchen. Das Niveau konnte gehalten werden.

Brillant etwa zelebrierte Duke Robillard, aktueller Preisträger des "W. C. Handy Award" als bester Bluesgitarrist, seine Show, lotete geschickt die Grenzbereiche zum Jazz aus. Einen kurzen Auftritt hatte Stimmwunder Big Time Sarah, die Magic Slim And The Teardrops unterstützte. Enttäuschend schließlich Magic Slim selber, er spielte selbstgerecht und ohne Hingabe.

Ganz anders Kenny Neal und seine Band: Schnell avancierte der junge Gitarrist samt seinen Brüdern und Kennard Johnson ("Steve Miller Band") an den Drums zum Publikumsliebling. Die Burschen hatten so viel Spaß am Spielen, dass Harp-Legende Billy Branch Mühe hatte, mit den übermütigen jungen Wilden eine gemeinsame Linie zu finden. Und es gab noch einen Favoriten der Fans: Bo Weavil, das französische Duo mit Gitarre, Harp, Kontrabass und Waschbrett begeisterte rundum - rauer erdiger Folk-Blues irgendwo zwischen Robert Johnson und Junior Parker. Frenetisch wurden die beiden gefeiert. Doch es wollten auch noch andere spielen, wie der kurzfristig eingesprungene Sherman Robertson, der mit wildem RhythmnBlues seine Klasse unter Beweis stellte. Mit dem soliden und fast schon zu glatten Carl Weathersby und unzähligen Gästen auf der Bühne fand das Festival in einer rauschenden Party sein Ende.

Dennoch: Es gab nichts Neues auf der Kocherwiese, der Blues ist aber weiter im Jahr 2003. Wers nicht glaubt, höre sich Jimmy Thackery, Tab Benoit, Aynsley Lister oder gar The White Stripes an. Doch dieses Jahr lag Chicago am Kocher.

 

Pressebericht von Dirk Hülser vom 08.07.2003 aus:
Rundschau für den Schwäbischen Wald - Der Kocherbote

 

 

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