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Tausende
kamen zum Gaildorfer Samstag
und besuchten das Bluesfest -
Feucht und fröhlich und richtig nett -
Angebote für alle Altersstufen und fast alle Geschmacksrichtungen
Bericht:
Cornelia Kaufhold und Richard Färber,
Der Kocherbote, 04.07.2005
Halten
wir es mit dem Werbespruch der guten alten Bundesbahn: Alle reden
übers Wetter, wir nicht. Guter Blues braucht kein Wetter –
und den Gaildorfer Samstag hat’s auch nicht verhagelt. Dem
feuchten Auftakt folgte ein fröhlicher Tag. „Soll ich
es spritzenlassen?“ Er ließ es nicht spritzen, das gute
Häberlen-Bier. Bürgermeister Ralf Eggert stach das Fass
fachmännisch an – in strömendem Regen. Gähnende
Leere auf dem Marktplatz, eine einzige Familie hielt die Stellung.
Der Bürgermeister zapfte unermüdlich und schon strömten
die Besucher auf den Marktplatz. Die Sonnenschirme dienten fortan
als Regenschirme.„Wollen Sie Süßes oder Saures“,
pries ein Fünftklässler sein pralles Kuchen-, Torten und
Schnittlauchbrot-Sortiment an. Um die 500 Euro kamen bis zum Feierabend
für die Fahrt ins Schullandheim zusammen, was natürlich
nicht allein den Backkünsten der Mütter zu verdanken ist:
Mittags hörte der Regen auf und dann ging das Geschäft
erst so richtig los. Die Schulklassen, Vereine, Kunsthandwerker,
Künstler und der HGV konnten mit dem Gaildorfer Samstag 2005
zufrieden sein. Zumal auch etliche Besucher des 19. Gaildorfer Bluesfestes
die Gelegenheiten nützten, Gaildorf einmalgenauer unter die
Lupe zu nehmen– der Gaildorfer Samstag kommt da ja gerade
recht. Insgesamt etwa
5000 Gäste aus ganz Deutschland und den Nachbarländern
haben nach Schätzung der Kulturschmiede das Bluesfest am Freitag
und Samstag besucht – viele davon Stammgäste, die sich
das Bluesfest durch nichts verdrießen lassen, schon gar nicht
durchs Wetter. Es ist ein Charakteristikum dieses Festivals, dass
der Blues weniger goutiert als gefeiert wird. Das Programm kam dem
entgegen, etwa am Freitag, der von großen Gitarristen geprägt
wurde. Vor allem Ronnie Baker Brooks wurde gefeiert: der Sohn von
Lonnie Brooks wird mit seinem souveränen Auftritt in die Bluesfest-Annalen
eingehen. Auch am Sonntag war die Kocherwiese in Partystimmung und
wurde festlich bedient. Höhepunkt war der Auftritt der Blueszausel
James Harman und Junior Watson mit „Sax“ Gordon Beadle
und Toni Lynn Washington, die die Party auf ein erstaunliches Niveau
brachten.
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