Home
Über uns
Programm
Service
Links
Impressum
www.kulturschmiede.de
 

 

Programmübersicht 2003Rückblick 2005Band-Informationen 1, 2, 3 ... 8The BluebirdsAlex Schultz Band feat. Finis TasbyJames Armstrong and BandRonnie Baker Brooks and BandVolker Strifler BandTutu Jones and BandSharrie Williams and the WiseguysJames Harmann Band feat. Junior Watson and Sax Gordon and Toni Lynn Washington

 

  

 

Bluesfest 2005 Rückblick

 

  
 

Die einzige Konstante im Leben – oder: „Es isch oifach magisch“

Hier entlang zu den "Blue Notes" des Bluesfestes


Bericht: Michael Schleicher

Das Publikum hört nicht nur mit den Ohren. Denn die Kulturschmiede führt alle zwei Jahre ihren Gästen das Leben in vielen Facetten vor und verspricht: „Da ist noch was.“ Und um diesen Mehrwert der beiden Tage wird es in den folgenden 83 Zeilen gehen

Wer das Festivalgelände betritt, sucht nicht nur einen satten Sound sondern etwas, das wir hier einmal als „aktive Entspannung“ bezeichnen wollen. Ein Zustand also, der emotionales und körperliches Wohlbefinden hervorruft. Dies kann ganz unterschiedlich geschehen. Mancher hat am Freitag etwa das Programm bis spät in der Früh betrieben, feucht feiernd. Und so kam es, dass ein besonders aktiv Entspannter am Samstag - Volker Strifler hatte gerade die zweite Runde eingeläutet - seine Wohnwagentür öffnete und auf das „Guten Morgen“ der Wartenden mit einem leisen „Ich komm’ später“ antwortete. Abgesehen von jenen Jungs, die zu „Hell’s Bells“ von AC/DC eine ruhige Partie Boule auf der Laufbahn am Sportplatz schoben, hatten alle einen gemütlichen Start in den zweiten Abend. Beim Hochfahren auf Betriebstemperatur blieb Zeit für Philosophisches, etwa folgende - von den Umstehenden ohne Widerspruch akzeptierte – Bemerkung eines Stammgastes: „Das Bluesfest ist die einzige Konstante im Leben.“ „Das Bluesfest - und die Liebe“ würde jetzt vielleicht jenes Pärchen rufen, das sich am Freitag hinter dem Haupteingang des Gymnasiums (zu einer Zeit, als dieser noch nicht von Federbetten blockiert war) offensichtlich menschlich ein wenig näher gekommen ist. Sie befolgten, was Sharrie Williams gut 24 Stunden später singend fordern sollte: „Just you and me.“ Deshalb wenden wir nun auch den Blick von den beiden ab und schauen hinein ins dampfende Zelt. Genauer: zur Fresstheke. Dort gab es neben dem Bewährten eine Premiere – der Waldkindergarten „Die Grünschnäbel“ brachte „Greenhorn’s Texas Chili“ unters Bluesvolk. Wie zu erfahren war, wäre der Start jedoch beinahe durch einen Fehler beim Aufbau verhagelt worden – ein Helfer nagelte die Hufeisen mit der Öffnung nach unten an die Pfosten. Rechtzeitige Aufklärung (sowie echte Hufnägel) kam von einem zufällig anwesenden Fortuna-Experten: So ging das Chili geschmacklich nicht den Bach runter, ein Kompliment gab’s gar von einer Besucherin aus Texas sowie den freundlichen Hinweis, dass es nur die Kartoffeln nicht wirklich gebraucht hätte: „Now it’s some-thing between Gulasch and Chili.“

Nur wenige Besucher wollten indes irgendwie gar nicht entspannen: Klar, dass wieder Kids unterwegs waren und versuchten, leere Gläser zu sammeln, um Pfand zu kassieren. Ein junger Geschäftsmann geriet dabei an eine Schreckschraube, die den Krug an die Brust reißend, keifte: „Spinnst Du? Ihr versucht das doch jedes Jahr. Hau ab!“ Ach ja, wir sprechen hier von Pfand in Höhe von 50 Cent. Solche Zeitgenossen waren jedoch die Ausnahme, weshalb das letzte Wort auch ein unbekannter Latrinenphilosoph haben soll. Sich erleichternd
erklärte er im WC: „Es isch oifach magisch."

Hier entlang zu den "Blue Notes" des Bluesfestes

 

 

[ NACH OBEN ]


Hier ent-
lang  zu
Bluesfest:

Zurück