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Mit dem Bühnenaufbau ist es
noch lange nicht getan -
Kraftakte hinter den Kulissen -
Zahlreiche Helfer und Vereine sorgen für einen reibungslosen
Ablauf des Bluesfestes
Bericht: Richard Färber, Der Kocherbote, 30.06.2005
Das
Gaildorfer Bluesfest ist kein Genrefestival, sondern ein Volksfest.
Zumindest für die Gaildorfer. Allein acht Vereineund Organisationen
sorgen für die Fütterung der Tausenden; weitere schaffen
hinter den Kulissen mit.

Die „Bluebirds“
aus Schweden werden das diesjährige Bluesfest einleiten. Ihr
Namenszug, der dann über der Bühne prangen wird, war gestern
bereits gesetzt. Die Aufbau-Arbeiten sind allerdings noch nicht
abgeschlossen. FOTO: RICHARD FÄRBER
Auch Landfrauen sind nicht gefeit gegen den Blues: „Der Landfrauenverein
Eutendorf bittet seine Mitglieder, die gebackenen Kuchen fürs
Bluesfest bis Freitag 13 Uhr abzugeben“, heißt es in
einer Meldung des Vereins. Kuchen gibt’s also auch beim Bluesfest,
das freut den Blueser. Und nicht nur von den Landfrauen: Auch die
Ortsgruppe von Terre des Hommes schwingt das Backblech und serviert
Kaffee dazu. Außerdem sorgen die Frauen dafür, dass die
Bluesfestbesucher am Samstag früh ein festes Frühstück
in den Magen bekommen –was in diesen Kreisen, wir sprechen
aus Erfahrung, nicht ganz selbstverständlich ist. Überhaupt
ist es ein organisatorischer Kraftakt, was die Kulturschmiede und
ihre Helfer an den beiden Tagen auf der Kocherwiese leisten. Schließlich
gilt es, mehrere Tausend Menschen satt und bei Laune zu halten:
durch schnellen und effektiven Service und eine abwechslungsreiche
Verpflegung. Der Waldkindergarten etwa serviert – nein, keine
gegrillten Borkenkäfer, sondern Chili con Carne, vegetarisches
Texas Chili (Tutu Jones zu Ehren) und eine Gemüsesuppe. „Wir
wollten was Passendes machen, sagt Rebecca Huber vom Waldkindergarten.
Wem der Sinn nach schwäbischem, türkischem oder sonstigem
„Soulfood“ steht, wird allerdings auch auf seine Kosten
kommen: beim VCP, beim NABU, beim Tischtennisverein und beim Liederkranz
Eutendorf sowie beim TAHV Gaildorf. Nicht zu vergessen die zahlreichen
freiwilligen Helfer der Kulturschmiede, die dafür sorgen, dass
die Schlangen am Getränkeaus-schank nicht zu lang werden. Nicht
zu vergessen auch die Freiwillige Feuerwehr Eutendorf, die bereits
das Zelt aufgebaut hat, den Förderkreis der Peter Härtling
Schule, der die Tagwache übernimmt, die DRK Ortsgruppe Gaildorf,
die den Sanitätsdienst leistet, und den Förderkreis des
VCP Unterrot, der als bewährter Spurenbeseitigungsdienst auftreten
wird.
Pfütze
im Bluesfest-Zelt (2003). Regen gab’s aber nur zum Einstand.
Ein Bluesfest bei Hochsommer- Temperaturen? Bewahre: Im Zelt wird’s
auch so heiß genug. Nicht zu warm, nicht zu kalt und möglichst
trocken – das ist das ideale Bluesfest-Wetter. Und anscheinend
meint es Petrus in diesem Jahr mal wieder gut mit der Kulturschmiede.
Das ist zumindest den Prognosen der Meteorologen zu entnehmen, die
für Freitag eine Durchschnittstemperatur von etwa 16 Grad und
lediglich ein paar Tropfen Regen vorher sagen. Für den Samstag
will man sich zwar noch nicht so festlegen, trocken aber dürfte
es bei Temperaturen bis zu 24 Grad wohl bleiben,meinen die Wetterfrösche.
Das freut dann auch die Veranstalter des Gaildorfer Samstags.
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