Home
Über uns
Programm
Service
Links
Impressum
www.kulturschmiede.de
 

 

Programmübersicht 2003Rückblick 2005Band-Informationen 1, 2, 3 ... 8The BluebirdsAlex Schultz Band feat. Finis TasbyJames Armstrong and BandRonnie Baker Brooks and BandVolker Strifler BandTutu Jones and BandSharrie Williams and the WiseguysJames Harmann Band feat. Junior Watson and Sax Gordon and Toni Lynn Washington

 

  

 

Bluesfest 2005 Rückblick

 

  
 

Vorstellung der am Freitag, 01.07.2005
spielenden Bands

 

Bericht: Richard Färber, Der Kocherbote, 30.06.2005

Bluebirds (Schweden)


The BluebirdsManchmal muss man halt sagen, was der Andere hören will. Als der Plattenproduzent Bert Karlsson die „Bluebirds“ fragte, wie sie ihre Musik nennen, antworteten sie vorsichtshalber „Rock ’n’ Roll“. Das war clever, denn Karlsson, der offenbar großen professionellen Respekt vor Ladenhüter-Etiketten hat, erwies sich als der Ansicht, „Blues“ würde stinken. Heute müssen die Jungs aus der Wildnis von Skövde in Schweden nicht mehr flunkern und schon gar nicht inkognito spielen. Beim 19. Bluesfest werden Sänger und Gitarrist Patric Carlsson, Bassist Magnus
Jonsson, Schlagzeuger Jim Ingvarson und Pianist Matti Ollikainen als das auftreten, was sie sind: die aufregendste Bluesband Schwedens. Gegründet 1980 als „Los Mojos“, 1989 umbenannt in „The Bluebirds“ entwickelte sich die Band lange Zeit, wie sagt man: „ungestört“.Will sagen: Kaum jemand kriegte mit, dass die schwedische Provinz den Blues gekriegt hatte. Bis 1997. Die zweite CD „Walkin’ On Thrills“ bescherte den „Bluebirds“ Tourneen in den USA und Australien und Kontakte zu Größen wie James Harman und Kid Ramos. Was sie spielen? Rhythm ’n Blues, Louisiana-Rock’n’Roll, Blues und Rockabilly – was man halt so braucht, wenn man die lange schwedische Nacht durchtanzen und durchhalten will.



Alex Schultz & Finis Tasby (USA)

Alex SchultzUni trifft Kneipe – auf diese Schlagzeile könnte man die Zusammenarbeit von Alex Schultz und Finis Tasby reduzieren. Es ist dann aber doch ein bisschen mehr pas-siert. Zwar hat der Gitarrist Alex Schultz in Boston-Berklee studiert und später wohl auch „Popträume“ gehegt, allerdings ist er dem Blues nicht ausgekommen. In Los Angeles landete der Gitarrist bei Hank Ballard, dann bei William Clarke und schließlich – der Ritterschlag – für sieben Jahre bei „Rod Piazza &The Mighty Flyers“. Es folgten zahlreiche Projekte mit amerikanischen und europäischen Musikern und schließlich, 2004, das erste eigene Album, auf dem Finis Tasby als Sänger fungiert. Tasby stammt aus Texas, begann als Teenager Schlagzeug zu spielen, wechselte dann zum Bass und Background-GesangFinis Tasby für „The Thunderbirds“ und den legendären Z.Z. Hill. 1973 ging er nach Los Angeles, arbeitete mit B.B. Kind, Percy Mayfield, Big Mama Thornton und, weil’s nicht reichte, mit dem Schraubenschlüssel an kaputten Autos. Auch erste Aufnahmen als Bluessänger entstanden. Finis Tasby jammte oft mit seinem Kumpel John Lee Hooker und wurde zum gefragten Bluessänger. Einige seiner Songs wurden im Film „The Babysitter“ verwendet; er selbst stand mit Burt Reynolds vor der Kamera. Schultz und Tasby werden zusammen mit Raphael Wressnig (Hammond B3), übrigens Träger des österreichischen Jazzpreises, dem Saxophonisten Christian Bachner und dem Schlagzeuger Lukas Knöfler auftreten.

 

James Armstrong

Was soll man über James Armstrong noch sagen: Der Gitarrist un Sänger ist eine Buesfest-Legende, wie sie im Buche steht, obwohl er in diesem Jahr erst zum zweiten Mal nach Gaildorf kommt. Armstrong hat in den frühen 80er Jahren in der kalifornischen Clubszene begonnen und war auf dem besten Weg zu einer estaunlichen Karriere, als er von einem Einbrecher lebensgefährlich verletzt wurde. Sein mit Spannung erwarteter Auftritt beim 15. Bluesfest musste abgesagt werden; die Bluesfest-Besucher starteten eine Sammlung für ihn. 1999 hat Armstrong sich dafür mit einem schon legendären Auftritt revanchiert; das Songzitat „I still can see the light“ ist mehr oder weniger zum heimlichen Motto des Bluesfestes geworden. James Armstrong, dessen letztes Album für den WC-Handy-Award nominiert wurde und der in Gaildorf mit Raphael Wressnig (Hammond B3), Felton Crews (Bass) und Lukas Knöfler (Drums) auftreten wird, gilt heute als einer der aufregendsten Live-Acts der internationalen Blues-Szene.


Ronnie Baker Brooks

Gebissen vom „Bluesbug“ am 9. Geburtstag. Lonnie Brooks hatte seinem Sprössling versprochen, dass er ihn auf die Bühne der „Pepper’s Lounge“ in Chicago holen würde, wenn er „Messin’ with the Kid“ und „Reconsider Baby“ spielen könne. Der Junior ließ sich nicht lange bitten und erhielt seine ersten Ovationen. „Den Geburtstag vergess’ ich nie“, meint Ronnie Baker Brooks. Der alte Herr wohl auch nicht. Ronnie Baker Brooks wurde 1986 festes Mitglied der Band von Lonnie Brooks. Er wurde „Opener“, eröffnete die Konzerte seines Vaters als Solist, und auch die abschließenden Akustik-Duette mit Lonnie und Ronnie Brooks wurden Tradition; hinzu kamen Auftritte mit Elvin Bishop, Lil’ Ed Williams, Koko Taylor und Katie Webster. Sein erstes Solo-Konzert gab Ronnie Baker Brooks 1992 beim New Orleans Jazz & Heritage-Festival – Lonnie Brooks war vor dem Auftritt erkrankt. In der folgenden Nacht spielte die Band in Memphis – einigermaßen nervös, wie Ronnie Baker Brooks berichtet: nicht nur der kranke Vater bereitete ihm Sorge, sondern auch der „backstage“ lauernde Albert King. Als King einstieg, sagt Brooks, habe er gewusst, dass ihm die großen Schuhe des Vaters passen. Das letzte Konzert mit Lonnie Brooks’ Band spielte er am 31. Dezember 1998 bei Buddy Guy’s in Chicago. Danach begann Ronnie Baker Brooks eine Solokarriere, jammte mit Größen wie Albert Collins, Stevie Ray Vaughan, Luther Allison, Buddy Guy und wurde einer der begehrtesten Live-Acts der internationalen Blues-Szene. In Gaildorf tritt Ronnie Baker Brooks zusammen mit Daryl Coutts (Keyboards), Carlton Armstong (Bass) und Maurice „Moe“ Taylor (Schlagzeug) auf.

 

 

[ NACH OBEN ]


Hier ent-
lang  zu
Bluesfest:

Zurück