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CHICAGO BLUES - A LIVING HISTORY feat.
BILLY BRANCH, LURRIE BELL, JOHN PRIMER, BILLY BOY ARNOLD

Samstag, 4. Juli, 21:00


Chicago Blues - A Living History Billy Boy Arnold - harp, vocals
John Primer - guitar, vocals
Billy Branch - harp, vocals
Lurrie Bell - guitar

The Living History Band:
Matthew Skoller - harp
Billy Flynn - guitar
Johnny Iguana - keys
Felton Crews - bass
Kenny "Beady Eyes" Smith - drums

Hier entlang zur Heimatseite von..
..Chicago Blues -
A Living History www.chicagobluesalivinghistory.com/


Hier sind in einer außergewöhnlichen Koalition zwei Generationen der größten Musiker des Chicago Blues vereinigt. Die Frontmänner Billy Boy Arnold, Lurrie Bell, Billy Branch, und John Primer sind als Erben der großen Chicagoer Blues Tradition angetreten, diese von ihren Anfängen bis zum heutigen Tag mit uns zu feiern!


BILLY BOY ARNOLD
…ist nicht nur namensmäßig im Alphabet, sondern auch vom Geburtsdatum her der erste des Quartetts. Er wurde 1935 in Chicago in eine musikbegabte Familie hineingeboren (Bruder Jerome spielte mit Bo Diddley und Paul Butterfield, Bruder Augustus "Julio Finn" mit dem Art Ensemble Of Chicago, Sun Ra und anderen Chicagoer Jazz-Größen). Dabei ist er sozusagen das Verbindungsglied zu ersten Generation des Chicago Blues dar, bekam er doch, wenn auch nur improvisiert, Unterricht vom Miterfinder des modernen Bluesharp-Spiels, John Lee (Sonnyboy I) Williamson kurz vor dessen frühen Tod im Jahr 1948. Er machte sich früh und intensiv daran, seinem Vorbild nachzueifern: 1952 erste Aufnahmen für das lokale Label Cool, 1955 Aufnahmen mit Rock’n Roll-Legende Bo Diddley ("I’m A Man). Nach ausgedehnten Touren und weiteren Aufnahmen wurde 1963 das Album "More Blues From The Southside" veröffentlicht, das mit seinen Hits "I Ain#T Got You" und "I Wish You Would" ihn einem breiteren Publikum bekannt machte und besonders in England für Aufsehen sorgte. Das verhalf ihm etwa 1½ Jahrzehnte später, nachdem er sich zwischenzeitlich auch als Busfahrer und Bewährungshelfer durchschlagen musste, zu einem Comeback-Album mit der englischen Gruppe "The Groundhogs". Das brachte ihn praktisch wieder auf die Bühne. Weitere 1 ½ Jahrzehnte später (1993) sorgte er mit seinem Album "Back Where I Belong" auf Alligator erneut für Aufsehen. Mit dem aktuellen Album auf Elektro-Fi "Billy Boy Sings Sonny Boy" gelang ihm ein würdiger Tribut an sein großes Vorbild. (2008).



BILLY BRANCH
Billy Branch gilt als einer der besten Mundharmonika-Spieler des heutigen Chicago-Blues. Er wurde am 3.10.1951 in Great Lakes, Illinois, unweit von Chicago geboren. Aufgewachsen in Kalifornien, kehrte er 1969 nach Chicago zurück und begann seine Blueskarriere in der Band von Lefty Dizz.
Er lernte viel von Harmonika-Größen wie James Cotton und Junior Wells und gewann 1975 einen Bluesharp-Wettbewerb. Jetzt wurde auch Willie Dixon auf Billy aufmerksam und holte ihn in seine All Star Band, wo er Carey Bell ersetzte.
Parallel dazu begann Billy sein eigenes Projekt: die "SONS OF BLUES", zuerst mit Freddy Dixon am Bass und Lurrie Bell an der Gitarre. 1978 wurde die Band von Bruce Iglauer auf dessen Living Chicago Blues-Sessions vorgestellt. Billy bekam zahlreiche Studio-Jobs mit Lonnie Brooks, Johnny Winter u.v.a. und konnte 1984 sein erstes eigenes Album ("Where's My Money") aufnehmen. Zur Band gehörte inzwischen auch Carl Weathersby.
Als Billy 1990 gemeinsam mit den Harmonika-Größen Junior Wells, James Cotton und Carey Bell das Album "Harp Attack" aufnehmen konnte, erhielt seine Karriere neuen Aufschwung. So wurde er von Koko Taylor, Lonnie Brooks u.v.a. zu Plattenaufnahmen verpflichtet.
Nach zwei recht erfolgreichen Alben für das Jazz-Label Verve brachte die Zusammenarbeit mit Kenny Neal das "akustische" Album "Double Take" für    (2004 – schon 2003 waren die beiden "elektrisch" in Gaildorf zu hören) heraus. Das Album "Don’t Mess With The Bluesmen" mit Carlos Johnson auf dem japanischen Label P-Vine war etwa zur gleichen Zeit mit der aktuellen Besetzung der "Son Of The Blues" kam schon 2004 heraus.
Das Gaildorfer Publikum konnte Billy Branch bei mehreren Gelegenheiten in verschiedenen Bestzungen und Stilen sehen. (1995 mit "Sons Of The Blues"; 1999 beim "Accoustic Blues Summit
mit Joe Louis Walker und Matt "Guitar" Murphy; 2003 mit Kenny Neal und Band. Damit dürfte er mit Sherman Robertson gleichgezogen haben.)


LURRIE BELL
Durch seinem Geburtsort (Chicago) und gewissermaßen auch mit seinem familiären Hintergrund (Er ist der Sohn der Harmonika-Legende Carey Bell) bestehen mehr als nur kleine Ähnlichkeiten zu Billy Boy Arnold, bezüglich seines Geburtsjahres jedoch nicht (1958) – er ist einer der Exponenten der Bluesmusiker–Generation danach. Bedingt durch des Vaters Beruf wuchs er teilweise bei seinen Großeltern in Mississippi und Alabama auf, wo er Spielpraxis in Kirchen erwarb.

Eddie "Lovie" Lee Watson, Nachbar und Bandkollege seines Vaters bei Muddy Waters wurde sein Mentor und gab ihm mit 14 die erste Gelegenheit zum Auftritt in seiner Vaterstadt. Mit 15 hatte er dort auch an der Crane High School seine erste Band. Nach dem Abschluss dort gründete er zusammen mit Billy Branch und Willie Dixons Sohn Freddie die Band "The Sons Of The Blues" – etwa zur gleichen Zeit hatte er auf dem Album seines Vaters "Heartaches & Pain" ( auf Delmark) sein Studio-Debut feiern können.

Mit 20 heuerte ihn Koko Taylor für ihre "Blues Machine" an, anschließend war er Gitarrist in "Carey Bells Blues Harp Band". Die 80er Jahre waren geprägt von persönlichen Problemen, die verhinderten, dass er Studios von innen sah oder daßsser auf Tour gehen konnte.
Seit Mitte der 90er Jahre fand er mit mehreren Alben für Delmark zu seiner "alten Form" zurück und bewies vorzeigbare musikalische und persönliche Reife.

Sein bisher letztes Album "Lets Talk About Love" auf Aria B.G. Records von 2007 legt von seinen Fähigkeiten beredtes Zeugnis ab


JOHN PRIMER
….ergänzt zum guten Schluss die eindrucksvolle Liste der Chicagoer "Bluesveteranen". Wie viele der Bluesmusiker seiner Generation (geboren 1946) wurde er noch im Süden (Camden, Mississippi) geboren, wo er durch das Radio seiner Großmutter inspiriert, sich auch seine ersten "musikalischen Sporen" mit Kirchenmusik und den Auftritten auf Grillparties verdiente.
Mit 18 ging er den Weg seiner Vorbilder – nach Chicago. Dort gründete er 1964 auch seine erste eigene Band, "The Maintainers". Die verließ er 1968, um als Frontmann bei der Soulband "The Brotherhood" anzuheuern. Gleichzeitig fing er an durch konsequentes Üben am Tag und der Teilnahme an Jamsessions bis in den frühen Morgen an, seinen Stil zu schärfen und sein Repertoire zu erweitern.
Eine weitere Chance bot sich ihm 1974, als er John Watkins in der Hausband der berühmten "Theresas Lounge" auf Chicagos Südseite ersetzen konnte. Hier spielte er mit "den Jungs aus der ersten Reihe" wie Buddy Guy, Junior Wells, Lonnie Brooks und Anderen. Hier wurde auch Willie Dixon auf ihn aufmerksam , der ihn schließlich 1979 in seine "Chicago All Stars" holte, was ihn auf Touren durch die ganze USA, Mexico und Europa führte und wo er auch sein Spiel weiterentwickeln konnte. Muddy Waters reihte sich währenddessen in die Schlange seiner Bewunderer ein und holte ihn in seine Band, wo er bis Muddys Tod 1983 blieb. Sogleich griff ihn sich Morris "Magic Slim" Holt für seine "Teardrops", die Zeit dort dauerte 14 Jahre. Sein Debutalbum "The Real Deal" (1995) konnte er auf dem Major-Plattenlabel Atlantic veröffentlichen, --- es war das erste seiner bisher 10 Solo-Alben.
Er tourt intensiv, um den Verkauf seiner Alben zu unterstützen und eins ist klar: auch hier ist der Name eines Album gewissermaßen Programm: "The Real Deal" – "Das Einzig Wahre".


BILLY FLYNN
Schon von Geburt an (1956) war Billy Flynn auf der Suche nach Klang. Geradezu wie ein Geschenk des Himmels mag es anmuten, als an seinem vierzehnten Geburtstag, in seiner Geburtsstadt Green Bay, Wisconsin, die Musik-Kneipe "Clark Kent’s Super Joint" eröffnete (1970) – fest ausgebucht mit Musikern, die den Musikgeschmack des jungen Billy für immer verändern sollten. Die Chicagoer Bluesgrößen Jimmy Rogers, Johnny Littlejohn, Luther Allison, Mighty Joe Young und Johnny Young waren nur einige davon. Jimmy Dawkins, der auch auf Tour vorbeikam, sah den jungen Billy vor dem Club  mit einer Gitarre sitzen, überredete den Club-Eigner hineinzulassen und jammte schließlich sogar mit ihm. Das öffnete eine ganz neue Welt für Billy Flynn. 1975 sollte Dawkins ihm schließlich anbieten, in seiner Band zu spielen.  Er nahm sofort an und blieb 4 Jahre dabei.
Stets auf der Suche nach musikalischer Abwechslung, spielte Billy Flynn lokal schließlich auch mit u.a. Sunnyland Slim, Mighty Joe Young, Luther Allison und Anderen.
Zu Anfang der 80er Jahre fand er eine feste Band mit dem Trio "Jimmy Liban And The Futuramics", was bei ihrem vollen Tourkalender bei ihm innerhalb kürzester Zeit den richtigen Schliff sorgte.
Gegen Ende der 80er Jahre verlegte er sich auf’s Begleiten der Muddy-Waters Veteranen Willie "Pinetop" Perkins, Calvin Jones und Willie "Big Eyes" Smith – mit Letzterem spielt er noch heute regelmäßig.
Billys "gesunder" Appetit auf musikalische Abwechslung ist sozusagen sein Markenzeichen.
Dies führte in der jüngeren Vergangenheit zur engeren Zusammenarbeit mit Bands wie Mississippi Heat, Blues-Größen wie Kim Wilson und Otis Rush,-- unterbrochen durch einzelne Gigs mit den Mitgliedern der "Creme" der Chicagoer Bluesszene. Ungeachtet der Tatsache, dass Chicago 3 Stunden Fahrzeit von seinem Wohnsitz entfernt liegt, spielt er regelmäßig mit einer großen Zahl Chicagoer Musiker und ist auch für Jeden ansprechbar, der Bedarf hat. Um es in seinen eigenen Worten zu sagen: "Ich habe letztes Jahr mit 30 Bands gespielt. Ich mag das, weil ich jede Nacht neue Songs lernen muß."
10 eigene Alben im Eigenvertrieb und eindrucksvolle 3 Dutzend weitere "Studioarbeiten" für andere Musiker, darunter auch das letzte Album von Billyboy Arnold, legen beredtes Zeugnis dieser Haltung ab.

Es versteht sich natürlich von selbst, dass die Begleitband ebenfalls entsprechend hochkarätig besetzt ist. So manche Bluesgröße hatte in der Vergangenheit schon den Einen oder Anderen von ihnen bei sich "mit an Bord". Kenny "Beedy" Eyes Smith z.B. ist daneben auch noch der Sohn von Muddys langjährigem Schlagzeuger Willie "Big Eyes" Smith.

Die "Living History Tour" zeigt uns den Chicago Blues in seiner "Kernform", denn diese Künstler sind das Verbindungsglied zwischen den Begründern dieser Musikform und ihren heutigen Erscheinungsformen.


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